2024 HSA Meeting: Call for Papers and Posters!

4th Heritage Science Austria Meeting, 24. und 25. Oktober 2024
Universität für Weiterbildung Krems
Das Erbe der Adels- und Klosterkultur
Heritage Science aus sammlungswissenschaftlicher Perspektive

CALL FOR PAPERS
Der Umgang mit Sammlungen eröffnet gerade in der Sphäre von Adels- und
Klosterkultur ein breites Spektrum an interdisziplinären Fragestellungen und ein reiches
Betätigungsfeld für Heritage Science. Burgen und Schlösser sowie Klöster und Stifte
verkörpern einen Raum, in dem sich Wissen in genuinen Sammlungen manifestiert.
Die sammelnden bzw. sammlungsverantwortlichen Personen zeigen Präsenz durch ihre
Auswahl der Objekte, deren Ordnung in speziellen Möbeln und besonderen Räumen
oftmals wissenschaftlichen Kriterien folgt. Ihre Dokumentation, die zur Überlieferung
beiträgt, ist ebenso Teil des sammlungswissenschaftlichen Auftrags wie die Erforschung
der jeweiligen Herkunft der Objekte.
In der Fokussierung dieses Erbes in Form von Sammlungen in Österreich und Südtirol,
die zumeist von nationaler Bedeutung sind, zeigt sich, wie sehr vernetztes Arbeiten die
Voraussetzung für einen qualitätvollen Erhalt bildet. Im Fokus der Tagung stehen
Sammlungen aus der Zeit des 18. und 19. Jahrhunderts, Sammlungspraktiken und deren
gesellschaftliche Einbettung unter Berücksichtigung von Veränderungen der
Besitzverhältnisse aber auch von Verfallserscheinungen der Objekte.
Der Schutz und der Erhalt dieses Erbes werden von unterschiedlichen Fachrichtungen
unterstützt, deren gemeinsame Expertise im Zentrum dieser Tagung stehen soll.
Als Beiträge gesucht sind Vorträge, die ein kürzlich abgeschlossenes bzw. ein laufendes
Forschungsprojekt vorstellen. Die Tagung richtet sich an Forschende, die sich mit
Heritage Science befassen, sowie an Personen, die Verantwortung für Sammlungen in
Burgen und Schlössern bzw. in Stiften und Klöstern tragen. Ein erklärtes Ziel ist es,
bislang unbearbeitete Sammlungen der Forschung zugänglich zu machen.

Folgende Fragestellungen stehen für die inhaltliche Ausrichtung der 4. Heritage Science
Tagung 2024 in Krems:
1) Welche Verbindungen bestehen zwischen Adels- bzw. Klosterkultur und der
Entwicklung wissenschaftlicher Disziplinen und welche Rolle spielen in diesem
Zusammenhang Sammlungen, deren Dokumentation und Ihre Ordnungssysteme?
Haben Universitäten zu deren Erhalt beigetragen?
2) Inwiefern lässt sich Biodiversität in naturhistorischen Sammlungen aus Burgen
und Schlössern / Klöstern und Stiften ablesen und wie gestaltet sich generell die
Erhaltung dieser Sammlungen? Welches Potenzial zur Dokumentation der
Artenvielfalt bergen natur-, aber auch jagdkundliche Sammlungen in sich?
Welchen Beitrag können Naturalienkabinette zur heutigen Forschung leisten?
In welcher Form vermögen diese Sammlungen im Kontext der anhaltenden
Klimakrise, Einblicke in sich wandelnde Umweltbedingungen zu gewähren? Und
erleiden diese Objekte gleichzeitig Auswirkungen durch den Klimawandel?
3) In welchem Ausmaß haben Moden der adeligen und klösterlichen
Sammlungskultur vor allem des 18. und 19. Jahrhunderts (z.B. Rüstkammern und
Rittersäle, Münz- oder Antikensammlungen) das kulturelle Erbe geprägt? Wie sehr
zeigen sich hierin lokale Unterschiede? Von welchen Vorbildern wurden
Tendenzen und Strömungen genährt und sind diese bis heute spürbar?
4) Welche Bedeutung haben Kabinette, Schränke und Vitrinen ab dem 18.
Jahrhundert für die Überlieferung der Sammlungshistorie ihrer Inhalte? Welche
Funktionen/Aufgaben werden dabei dem Sammlungsmobiliar als „Zeigemöbel“
und „Wissensträger“ zuteil? In welchem Konnex stehen Sammlungsobjekte und
ihre Aufbewahrungsräume? Welche Herausforderungen und Chancen bieten
Sammlungen für die Wissenschaft der Konservierung und Restaurierung?


Die Beiträge sollten sich vornehmlich mit Sammlungen aus dem Zeitraum vom 18. bis
zum frühen 20. Jahrhundert befassen. Die Fragestellungen lassen sich erweitern.
Wir freuen uns über Beiträge, die den interdisziplinären Ansatz berücksichtigen.
Für die Vorträge sind 20 Minuten Redezeit vorgesehen. In Folge werden die Vorträge in
einem Tagungsband publiziert.


Die Konferenz wird auch Posterpräsentationen beinhalten, die laufende Forschung im
Bereich der Heritage Science in Österreich behandeln und über den eigentlichen
Themenbereich der Konferenz hinausgehen können.


Informationen zur Einreichung
Bitte übermitteln Sie Ihre Themenvorschläge inkl. eines Abstracts (max. 2.000 Zeichen inkl.
Leerzeichen, deutsch) unter Nennung des Namens und gegebenenfalls der Institution an
HSA-2024@donau-uni.ac.at
Einreichschluss: 14. Februar 2024


Zur Tagung
Das Erbe der Adels- und Klosterkultur
Heritage Science aus sammlungswissenschaftlicher Perspektive
Tagungszeitraum: 24. bis 25. Oktober 2024
Tagungsort: Universität für Weiterbildung Krems, Dr.-Karl-Dorrek-Straße 30, 3500 Krems
Veranstalter: Landessammlungen Niederösterreich und Zentrum für Museale
Sammlungswissenschaften, Universität für Weiterbildung Krems, gemeinsam mit
Heritage Science Austria
Tagungsgebühr: € 50,- (inkl. optionaler Exkursion am Freitag)
Entfall der Tagungsgebühr für Studierende und Vortragende

Wissenschaftliches Gremium:
Mag. Sandra Sam (Universität für Weiterbildung Krems)
Mag. Eleonora Weixelbaumer (Landessammlungen Niederösterreich)
Dr. Theresia Hauenfels (Universität für Weiterbildung Krems)
Dr. Klaudia Hradil (TU Wien)
Dr. Valentina Ljubić Tobisch (TU Wien)
Dr. Thorsten Jakobitsch (ÖAI, ÖAW)

Ansprechpartnerinnen:
Dr. Maria Bianca D’Anna (ÖAI, ÖAW)
Isabella Frick, MA (Universität für Weiterbildung Krems)
Dr. Theresia Hauenfels (Universität für Weiterbildung Krems)

(Foto: Landessammlungen Niederösterreich. Eduard Gurk, Die Schatzkammer der Gnadenkirche in Maria Zell, 1833. Aquarell auf Papier, 32,5 x 42,5 cm. Inv.Nr. KS-6536/39)